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Ihre Apothekerin Sigrid Bernard

Stiche von Bienen, Wespen & Co.

Beim Eis essen, Picknicken oder Grillen – nicht nur Genießer werden von den sommerlichen Köstlichkeiten angelockt, sondern auch Bienen, Wespen oder Hornissen. Ein Insektenstich ist schnell passiert. Wie Sie den Betroffenen dann nicht im Stich lassen.

Im Gegensatz zu Mückenstichen verursachen Stiche von Insekten mit Giftstachel oft Schmerzen. Um die gerötete und juckende Einstichstelle bilden sich häufig stärkere, durchschnittlich bis zu 10 cm große Schwellungen, die jedoch meist ungefährlich sind. Für Betroffene, die nicht im Mund-Rachenraum-gestochen wurden, gibt die Apothekerin Ines Winterhagen in der Deutschen Apotheker Zeitung Tipps, wie Sie die Symptome selbst behandeln.

Bei Bienenstich zuerst Stachel entfernen
Nach dem Stich ziehen Wespen, Hornissen oder Hummeln ihren Stachel wieder aus der Wunde, doch Bienen lassen ihren Stachel samt Giftapparat meist in der Haut zurück, sodass dieser weiterhin Gift abgibt. Es besteht kein allgemeiner Konsens, wie der Bienenstachel am besten aus der Wunde zu entfernen ist. Eine Möglichkeit besteht darin, dass Sie den Stachel mit den Fingern oder der Pinzette behutsam fassen und anschließend hinausziehen. Von dieser Variante raten einige Experten ab, da durch den Druck die Giftdrüse am oberen Ende des Stachels erneut ausgedrückt werden könnte. Amerikanische Insektenforscher haben diese These widerlegt, da das Gift nicht aktiv, sondern passiv durch einen Ventilmechanismus in die Einstichstelle gelangt. Entscheidend sei die möglichst kurze Zeitspanne zwischen dem Einstich und dem Herausziehen des Stachels. Falls Sie unterwegs keine Pinzette bei sich tragen, kratzen Sie den Stachel behutsam mit dem Fingernagel, einer Messerkante oder einer Kreditkarte aus.

Nachdem Sie den Stachel aus der Haut entfernt haben, lindern Sie die anschwellende Rötung mit kaltem Wasser, Eiswürfeln oder Kühlkompressen, beispielsweise Cold-Hot-Packs. Auch kalte Umschläge mit essigsaurer Tonerde-Lösung (5- bis 10-prozentig, ca. ein Esslöffel auf ein Glas Wasser) oder kühlendes Gel helfen gegen das Anschwellen.

Behandlung von Stichen mit Cremes und Gels
Die Symptome eines akuten Insektenstiches können Sie mit einer Cortison-haltigen Creme oder Gelgrundlage behandeln. Die Apothekerin Winterhagen empfiehlt hierfür die Creme Fenistil® Hydrocort, die sowohl mit 0,25-prozentigem oder 0,5-prozentigem Hydrocortison erhältlich ist. Tragen Sie das Mittel ein- bis zweimal täglich auf die Einstichstelle. Möchten Sie eine der Cremes bei Kindern unter sechs Jahren anwenden, benötigen Sie hierfür eine ärztliche Anweisung. In diesen Fällen weicht die Anwendung von der bei Erwachsenen ab, genaue Auskunft erteilt der Apotheker. Das Präparat ist auch als Spray erhältlich, das Sie zwei- bis dreimal täglich auf die Haut sprühen. Für Kinder unter sechs Jahren ist es allerdings nicht zugelassen, auch nicht für Frauen im ersten Schwangerschaftsdrittel.

Als Alternativen stehen Ihnen Präparate zur Verfügung wie Ebenol®, Soventol® Hydrocort oder Systral® Hydrocort Emulsion, die teils mit unterschiedlicher Konzentration des Wirkstoffs beziehungsweise als Spray erhältlich sind. Schwangere und Stillende sollten vor der Anwendung dieser Mittel die gesonderten Hinweise auf dem Beipackzettel beachten und sich bei Fragen an ihren Apotheker wenden. Auch diese Cremes können Sie bei Kindern unter sechs Jahren nur bei ärztlicher Verordnung anwenden, die Sprays überhaupt nicht. Zusätzlich zu den halbfesten Zubereitungen können Sie feuchte Umschläge zum Kühlen anlegen, die Sie alle 20 Minuten erneuern.

Als Ergänzung zur lokalen Behandlung mit den oben genannten Mitteln empfiehlt Ihnen die Pharmazeutin die orale Einnahme eines H1-Antihistaminikums, speziell die Wirkstoffe Loratadin (etwa Claritine®) und Cetirizin (beispielsweise Zyrtec®).

Präparate für Schwangere, Stillende, Säuglinge und Kleinkinder
Besonders für Kleinkinder, Schwangere und Stillende eignen sich für die Behandlung von akuten Insektenstichen topische Antihistaminika ohne Hydrocortison. Das Fenistil® Gel tragen Sie bis zu dreimal täglich dünn auf, alternativ die Systral® Creme mehrmals täglich. Werdende und stillende Mütter sollten darauf achten, die Creme auf das Areal des Stiches zu begrenzen. Dies gilt auch für das Auftragen bei Säuglingen.

Behandlung von Insektenstichen im Mund- und Rachenraum
Lebensgefährlich werden die Stiche nur, wenn das Insekt im Mund- oder Rachenraum zugestochen hat und die Schleimhäute anschwellen, sodass Betroffene an Atemnot leiden und eine Erstickungsgefahr besteht. Auch, wenn der Schreck tief sitzt, sollten Personen mit Insektenstichen im Mundraum oder an der Zunge vor allem Ruhe bewahren. Das Lutschen von Eiswürfeln oder Speiseeis hilft gegen Schmerzen und Schwellungen, Eiswickel um den Hals haben den gleichen Effekt. Falls Sie zudem enge Kleidung am Hals tragen, sollten Sie diese lockern, um das Atmen zu erleichtern. Anschließend sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

Wann Sie einen Arzt rufen sollten
Auch für Menschen, die auf Insektenstiche mit einem allergischen Schock (anaphylaktischer Schock) reagieren, ist es überlebenswichtig, sofort einen Notarzt zu rufen. Bei rund 25 Prozent der Bevölkerung treten größere, langfristig bestehende Schwellungen auf, möglicherweise begleitet von einer Blutvergiftung. Bei einer Blutvergiftung sollten Betroffene den Stich von einem Arzt untersuchen lassen. Wer unmittelbar nach einem Stich neben der starken Schwellung und Rötung weitere Symptome zeigt, beispielsweise Kreislaufbeschwerden oder Atemnot, sollte ebenfalls rasch einen Notarzt anfordern. Besteht bei Ihnen eine Insektenallergie, benötigen Sie zusätzlich zur akuten meist auch eine langfristige Behandlung.

Quelle: Ines Winterhagen: Sie hat gestochen. Prophylaxe und Behandlung von Insektenstichen. In: Deutsche Apotheker Zeitung, Heft 25, Juni 2014, Stuttgart: S. Hirzel Verlag, S. 36-39.

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Trinkmenge bei Herzleiden

Ältere oder herzkranke Menschen sollten auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten, aber es mit der Flüssigkeitszufuhr nicht übertreiben, denn das belastet das Herz. Wie tägliches Wiegen hilft, die Trinkmenge festzulegen.

Bei sehr heißem Wetter verschwitzt der Körper ein bis zwei Liter Flüssigkeit pro Tag. Trinken ist daher wichtig, um den Flüssigkeits- und Salzverlust auszugleichen. „Aber bei älteren oder herzkranken Menschen kann das Durstgefühl nicht richtig intakt sein, so dass sie nicht ausreichend trinken und der Flüssigkeitsverlust nicht ausgeglichen wird“, warnt Prof. Andresen vom Vorstand der Deutschen Herzstiftung. „Wenn in einer solchen Situation durch eine zusätzliche Einnahme wassertreibender Medikamente (Diuretika) ein stärkerer Flüssigkeitsverlust entsteht, nimmt das Blutvolumen in den Gefäßen ab: der Blutdruck sinkt und es kann vor allem beim Aufstehen aus liegender oder sitzender Position zu Kreislaufkollaps mit kurzzeitiger Bewusstlosigkeit kommen.“ Da auch die ausgeschwitzten Salze nicht hinreichend ausgeglichen werden, drohen zusätzlich Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskelkrämpfen und bisweilen Herzrhythmusstörungen.

Gefahr durch zu starke Flüssigkeitszufuhr
Ältere Menschen und Patienten mit einer Herzschwäche müssen daher an heißen Tagen angehalten werden genügend zu trinken, zusätzlich ein bis zwei Liter pro Tag. Allerdings betont Prof. Andresen: „Genügend heißt auch: Nicht zu viel! Denn eine übermäßige Flüssigkeitszufuhr kann bei herzkranken Patienten zur Verschlechterung ihrer Herzleistung führen.“ Der Experte rät herzkranken Patienten ihre Trinkmenge und Medikamenteneinnahme immer mit ihrem betreuenden Arzt abzustimmen.

Tägliches Wiegen schafft Kontrolle
Tägliches Wiegen hilft, die Flüssigkeitsbilanz zu kontrollieren und die notwendige Trinkmenge festzulegen. Herzpatienten, besonders diejenigen mit Herzschwäche, sollten sich morgens vor dem Frühstück und nach dem ersten Gang zur Toilette wiegen. Durch zusätzliches Wiegen am Abend lässt sich die Flüssigkeitsbilanz über den Tag grob einschätzen. Ist das Körpergewicht trotz Flüssigkeitszufuhr um mehr 1 Pfund angestiegen, ist die Trinkmenge zu hoch. Wer als Herzschwächepatient trotz Flüssigkeitszufuhr abgenommen hat, sollte – nur in Abstimmung mit dem Arzt – die Dosierung der Entwässerungsmittel herabsetzen, empfiehlt die Deutsche Herzstiftung.

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Nicht-invasive Beatmungstherapie

Die Atemwegserkrankung COPD schwächt langfristig das Zwerchfall. Eine nicht-invasive Beatmungstherapie entlastet den wichtigen Atemmuskel. So gewinnen die Betroffenen Lebensqualität, Leistungsfähigkeit und Lebenserwartung.

Der Körper funktioniert wie eine Fußballmannschaft: Ist ein Spieler verletzt, übernehmen andere seine Aufgaben. Das zeigt sich auch bei der chronisch-obstruktiven Atemwegserkrankung (COPD). Sie zerstört langfristig die Lungengewebe und verengt die Atemwege. Den Ausgleich schafft die Atemmuskulatur, insbesondere das Zwerchfell. Doch irgendwann ist der wichtigste Atemmuskel ermüdet und die krankheitsbedingte Atemnot nimmt zu.

Beatmungstherapie entlastet Zwerchfell
Bei der Beatmungstherapie entlastet eine Beatmungsmaschine zwischenzeitlich das Zwerchfell. Nach der Erholungsphase nimmt der Muskel die Arbeit gestärkt wieder auf. Zu unterscheiden ist die nicht-invasive von der invasiven Beatmungstherapie. Bei der invasiven Beatmungstherapie verbindet eine Röhre, der sogenannte Beatmungstubus, Mensch und Maschine, bei der nicht-invasiven eine Beatmungsmaske.

Was ist die Nicht-invasive Beatmungstherapie?
Für die invasive Beatmungstherapie setzt der Arzt einen Luftröhrenschnitt, durch den er den Beatmungsstubus einführt. Dieser Eingriff führte mitunter zu schwerwiegenden Komplikationen. Deshalb griffen die Medizintechniker in den 80er-Jahren eine vergessene Methode auf und verfeinerten sie: die nicht-invasive Beatmungstherapie. Der Vorteil liegt in der Maske. Sie erübrigt den Luftröhrenschnitt, lässt sich jederzeit abnehmen und ist so bedienerfreundlich, dass die Patienten sie jede Nacht im Schlaf tragen können.

Leistungsfähigkeit und Lebensqualität steigen
Eine im Lancet Respir Med 2014 erschienene, großangelegte Langzeitstudie belegt: Die nicht-invasive Beatmungstherapie senkt das Sterblichkeitsrisiko um 76 Prozent und erhöht die Leistungsfähigkeit. Zudem berichteten Studienteilnehmer von einem Gewinn an Lebensqualität.

Quelle: Lungenärzte im Netz

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Diabetes-Patienten im Flugzeug

Der Wechsel in eine andere Zeitzone kann vor allem Diabetikern zu schaffen machen. Denn mit dem kürzeren oder längeren Tag verändert sich auch die erforderliche Insulinmenge.

Wer in andere Zeitzonen fliegt, muss mit einer Verschiebung des biologischen Rhythmus rechnen, „Jetlag“ genannt. Anzeichen sind etwa Konzentrationsschwächen oder Müdigkeit – beides Symptome einer aufziehenden Unterzuckerung. Um die Ursachen der Beschwerden eindeutig zu klären, rät Dr. Fritsche von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG): „Bei solchen Zuständen unbedingt den Blutzucker kontrollieren.“

Medikation für die Zeitverschiebung mit Diabetologen besprechen
Bei Reisen nach Westen wird der Tag länger. In diesem Fall sollten Diabetes-Patienten, die Insulin spritzen, mit zusätzlichen Mahlzeiten die Zeit bis zum Schlafengehen oder Abendessen überbrücken. Bei Reisen nach Osten hingegen verkürzt sich der Tag. „Dann kann die Dosis des Mischinsulins zum Abendessen oder des Langzeitinsulins zum Schlafengehen leicht reduziert werden, da ja die Injektionszeiten durch die Zeitverschiebung enger zusammenliegen“, erklärt Erhard Siegel von der DDG. Faustregel: Pro Zeitzone gen Osten ein 24stel weniger Insulin, bei sechs Zeitzonen also die Insulinmenge um ein Viertel reduzieren. Menschen mit Diabetes, die Tabletten einnehmen, klären am besten mit dem behandelnden Diabetologen, wie sie die „gewonnene“ oder „verlorene“ Zeit überbrücken.

Lieber einmal zuviel Blutzucker messen als zu wenig
Flugreisende mit Diabetes sollten alle drei Stunden ihre Blutzuckerwerte überprüfen und viel trinken. Im Fall einer Überzuckerung ist es wichtig, Traubenzucker oder Glukosespritzen bei sich zu haben. Deswegen ist es ratsam, einen Teil der Medikamente und des Zubehörs im Handgepäck mitzuführen. Den anderen Teil im Koffer – so sind Patienten für den Fall gerüstet, falls ein Gepäckstück verloren gehen sollte.

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Infektanfälligkeit bei Rheuma

Burnout – diesen Begriff kennen wir aus dem Berufsleben. Doch er passt auch auf Körperzellen. Rheuma etwa schwächt das Immunsystem so stark, dass es Infekte kaum noch selbst abwehren kann.

Bei Rheuma spielt das Immunsystem eine entscheidende Rolle. Im Sinne einer Autoimmunreaktion greift es körpereigene Strukturen an. Daraus folgen Entzündungen, die zu Schmerzen und Gelenkschäden führen. In diesen Prozess greifen Rheumamedikamente ein. Als Immunsuppressiva schwächen sie das Immunsystem und führen so zur erhöhten Infektanfälligkeit.

Mehr als eine Nebenwirkung
Doch die Infektanfälligkeit ist mehr als eine Nebenwirkung. „Auch Rheumapatienten, die nur Schmerzmittel einnehmen, leiden häufiger unter schweren Infekten“, argumentiert Dr. Theresa Frenz vom Institut für Experimentelle Infektionsforschung (TWINCORE), Hannover. Mit Kollegen und Ärzten der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) untersuchte sie das Immunsystem von 60 Rheumapatienten – 30 hatten Rheumatoide Arthritis und 30 Spondyloarthritis.

Immunsystem leidet an Burnout
Das Interesse der Forscher galt den T-Zellen. Sie koordinieren die Immunreaktion, beteiligen sich aber auch an rheumatischen Prozessen. Üblicherweise reagieren sie auf aktivierende und hemmende Reize. Doch: „Bei den Rheumapatienten ist diese klare Trennung in Aktivierung und Hemmung aufgehoben. Die Zellen befinden sich in einem unklaren Zustand, gefangen zwischen Teilung und Tod“, beschreibt Dr. Frenz. Derart geschwächt helfen die T-Zellen kaum bei der Immunabwehr, treiben aber den rheumatischen Prozess voran.

Neue Hoffnung bei Rheuma
Hoffnung verspricht ein Rheumamedikament, welches das gestörte Gleichgewicht wieder herstellt. „Diesen Effekt werden wir in kommenden Studien weiter untersuchen“, verspricht Prof. Dr. Ulrich Kalinke, Leiter des TWINCORES. „Derartige Studien können helfen, Rheumapatienten hoffentlich künftig bei der Infektabwehr besser zu unterstützen“, erklärt Prof. Witte vom MHH.

Quelle: Rheumatologen im Netz

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Ohne Fußpilz durch den Sommer

Schwimmengehen und Barfußlaufen sind die Verlockungen des Sommers. Wer unvorsichtig ist, riskiert Fußpilz. Einfache Vorkehrungen sorgen dafür, dass die Freude ungetrübt bleibt.

Jeder Dritte hat Fußpilz. Die Betroffenen verlieren auf Schritt und Tritt infektiöse Hautschüppchen. Gesunder Haut droht keine Gefahr. „Doch bei verletzter, wunder oder rissiger Haut reicht ein Barfußgang über den Hotelteppich oder im Schwimmbad, und die Pilzsporen können in die Haut eindringen und sich ansiedeln“, warnt Oliver Schmidt vom Serviceteam der Kaufmännischen Krankenkasse in Kassel.

Hygiene als wichtigste Maßnahme
Pilzsporen sind erstaunlich langlebig und hartnäckig. Sie lauern in Fußböden, Feilen, Nagelscheren, gebrauchten Schuhen und Socken. Über das Handtuch wandern sie von Person zu Person oder vom Fuß auf Brust und Rücken. Erst ein Waschgang bei 60°C bannt die Infektionsgefahr. Für empfindlichere Wäschestücke eignen sich Hygienewäschespüler. Schuhe lassen sich mit Desinfektionsmitteln oder Sprays von Pilzsporen reinigen. In Hotels und Schwimmbädern sind Badeschuhe ein Muss.

Für trockenes Klima sorgen
Fußpilz sprießt bevorzugt zwischen Zehen, an Fußrücken und -sohle. Diesen Bereich gilt es nach dem Waschen gründlich zu frottieren oder zu föhnen. Denn Pilze lieben ein feuchtwarmes Klima. Enge Schuhe und Nylonsöckchen schaffen genau diese Bedingungen. Besser geeignet sind bequeme Schuhe und Socken aus atmungsaktiven Materialien. Bis zum nächsten Tragen benötigt das Schuhwerk ausreichend Zeit zum Trocknen.

Diagnose und Therapie
Fußpilz verursacht juckende, gerötete Ausschläge mit Schuppen, Bläschen oder Rissen. „Suchen Sie bei Verdacht einen Hautarzt auf, um mittels Hautproben abklären zu lassen, ob und welche Art von Pilz vorliegt“, empfiehlt Schmidt. Wer zu lange wartet, riskiert,dass sich der Pilz auf andere Körperregionen oder die Nägel ausbreitet. Bei Fußpilz helfen antimykotische Salben, Sprays oder Gele, in schweren Fällen verschreibungspflichtige Tabletten.

Quelle: Kaufmännische Krankenkasse KKH

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Sexuell übertragbare Infektionen

Wie in vielen Ländern in Europa steigt auch in Deutschland die Zahl der sexuell übertragbaren Infektionen (STI). Das Präventionsprojekt LIEBESLEBEN der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) informiert über Krankheiten und Schutzmöglichkeiten.

Kenntnisse über sexuell übertragbare Infektionen sind notwendig, damit Menschen sich schützen, Symptome der Krankheiten richtig deuten und bei Verdacht auf eine Ansteckung einen Arzt aufsuchen. Die Präventionskampagne der BZgA setzt deshalb auf Aufklärung und Information und hilft Menschen, sodass sie ohne Scham und Stigmatisierung über dieses sensible Thema sprechen können, erklärt Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA.

Informationen über Syphilis, Chlamydien &. Co.
Die Präventionskampagne richtet sich an sexuell aktive Jugendliche und Erwachsene – ohne Einschränkung sexueller Vorlieben. So sollten Männer, die Sex mit Männern haben, über die dabei häufig übertragbaren Geschlechtskrankheiten Bescheid wissen – vor allem über Syphilis. Die Chlamydien-Infektion hingegen ist vor allem bei jungen Frauen und Männern weit verbreitet. Das gilt auch für die Infektion mit Humanen Papillomviren (HPV).

Internetseite zu LIEBESLEBEN
Die Internetseite zum Projekt LIEBESLEBEN informiert deshalb umfangreich und ausführlich über sexuell übertragbare Infektionen: Wie können die Krankheiten übertragen werden? Welche Symptome deuten auf eine mögliche Infektion hin? Wie kann ich meinen Partner und mich davor schützen? Im Falle einer Infektion finden Betroffene Tipps, wie sie es ihrem Partner beichten.

Anonyme Beratungsangebote und kostenlose Informationen
Neben der diskreten Recherchemöglichkeit auf der Internetseite bietet die BZgA Interessierten überdies die Möglichkeit, intime Fragen anonym über Email oder Telefon an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu stellen. Die Beratung wird auch auf Französisch, Portugiesisch, Türkisch oder Englisch angeboten. Wer sensible Fragen lieber persönlich bespricht, der kann nach einer Beratungsstelle in seiner Nähe suchen.

Internetseite LIEBESLEBEN der BZgA

Informationsbroschüren, Plakate und Postkarten kostenlos anfordern

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Hüftfehlstellungen bei Babys

Pucken heißt ein Trend in der Kinderpflege, der Schreibabys beruhigen und Säuglingen beim Ein- und Durchschlafen helfen soll. Doch es gibt Hinweise, dass die raffinierte Wickeltechnik der Hüfte schadet.

Nachträgliche Hüftfehlstellungen geben Rätsel auf
Dieser rätselhafte Fall wiederholt sich derzeit in vielen Kinderarztpraxen: Ein etwa drei Monate alter Säugling zeigt plötzlich Hüftreifungsstörungen. Der Arzt fordert das Röntgenbild der Hüfte an, das zwei Monate zuvor im Rahmen der U3-Untersuchung angefertigt wurde. Er betrachtet es genau, entdeckt aber keinerlei Auffälligkeiten. Was ist in der Zwischenzeit geschehen? „Die Ursachen für diese Entwicklung der letzten Jahre sind nicht ganz klar, aber ein Zusammenhang mit dem Pucken ist sehr wahrscheinlich“, berichtet Dr. Tamara Seidl, Oberärztin der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie, Wirbelsäulenchirurgie am Franziskus Hospital in Bielefeld.

Neue Technik mit alten Wurzeln
Pucken ist die Neuinterpretation einer jahrhundertealten Technik. In vielen Kulturen umwickelten Mütter ihre Neugeborenen seit Menschengedenken fest mit Stoffbändern. Diese Wickeltechnik soll Wirbelsäulenverkrümmungen und Beinfehlstellungen vorbeugen und das Kind beruhigen. Moderne Eltern benutzen statt der Stoffbänder Decken oder Tücher. Ziel ist es, dem Säugling ein ebenso engumgrenztes, geborgenes Umfeld zu schaffen wie im Mutterleib. Studien belegen, dass Pucken das Einschlafen beschleunigt, das Durschlafen fördert und Schreibabys besänftigt.

Pucken verändert das Hüftwachstum
„Beim klassischen Pucken werden die Beine in Streckstellung aneinander gebunden“, erklärt Dr. Seidl. Diese Maßnahme verlangsamt und verändert nachweislich das Hüftwachstum. Im schlimmsten Fall droht eine Hüftdysplasie, bei der Gelenkkopf und –pfanne nicht mehr ineinanderpassen. „Das geht bis hin zum Ausrenken des Gelenks“, warnt Dr. Seidl. In Australien stieg die Zahl der Hüftdysplasien bereits auf das Dreifache an.

Quelle: Kinder- und Jugendärzte im Netz

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Medikamente auf Reisen

Einige Arzneimittel verändern bei Hitze ihre Wirkung. Urlauber sollten beim Verstauen ihrer Medikamente für die Reise einige Hinweise beachten.

Medikamente reagieren unterschiedlich auf Hitze. Einige benötigen Kühlschrank-Temperaturen, wie beispielsweise Insuline. Andere wiederum vertragen Raumtemperatur, wobei die meisten unter 25 Grad Celsius gelagert werden. Urlauber, die im Sommer mit dem Auto in den Urlaub fahren, sollten in einem ersten Schritt die Lagerungshinweise im Beipackzettel ihres Medikaments prüfen, bevor sie den richtigen Platz im Auto auswählen. Dies gilt auch für Reiselustige, die mit dem Flugzeug fliegen.

Medikamente nicht der direkten Sonne aussetzen
Bei Autofahrten verstauen Sie Ihre Medikamente am besten unter einem Vordersitz oder im Kofferraum. Dort bleibt es am kühlsten. Für längere Fahrten bieten sich Kühltaschen oder Styroporboxen an. Dabei sollte das Medikament keinen direkten Kontakt zu den Kühlelementen haben, damit es nicht einfriert. Urlauber, die mit dem Flugzeug verreisen, bewahren ihre Medikamente am besten im Handgepäck auf, da der Gepäckraum meist zu kalt ist.

Medikamente am Urlaubsort lagern
Am Urlaubsort legen Sie Ihre Medikamente am besten in die Minibar, insofern die Hinweise auf dem Beipackzettel dies erlauben. Auch hier gilt, Medikamente grundsätzlich nicht ins Bad oder an Stellen mit direkter Sonneneinstrahlung zu platzieren. Weitere Hinweise zur Lagerung von Medikamenten geben gerne Apotheker.

Temperaturbestimmungen für Medikamente als Orientierung

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Rauchen schadet Spermien

Die Spermien von Rauchern weisen größere genetische Schäden auf als die von Nichtrauchern. Darauf verweisen Fachärzte des Bundesverbands der Pneumologen (BdP) und berufen sich dabei auf eine aktuelle Studie.

„Spermien mit einer veränderten Gensubstanz können gesundheitliche Probleme beim Nachwuchs verursachen“, warnt Dr. Andreas Hellmann, Pneumologe in einer Gemeinschaftspraxis für Lungen- und Bronchialheilkunde in Augsburg.

Gefahr für Missbildungen am Embryo
Die Analyse der Proteinzusammensetzung von Spermien bei Rauchern legt nahe, dass Zigarettenrauch zu Entzündungen im männlichen Fortpflanzungstrakt führt. Diese können mit einer verminderten Fähigkeit der Spermien einhergehen, die Eizelle zu befruchten. „Die biochemischen Veränderungen in den Samenzellen bei Rauchern sind der Studie zufolge so gravierend, dass sie (…) möglicherweise auch zu Missbildungen beim Embryo führen können“, betont Dr. Hellmann.

Darüber hinaus kann Nikotin bei Männern und bei Frauen die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und die Erfüllung eines Kinderwunsches hinauszögern oder gänzlich behindern. Das zeigen frühere Studien. Behandlungen gegen Unfruchtbarkeit schlagen bei rauchenden Männer und Frauen zudem schlechter an.

Behandlungsmöglichkeiten für den Rauchstopp
Die Fachärzte fordern Raucher auf, nicht nur der eigenen Gesundheit zuliebe das Rauchen einzustellen. „Und zwar am besten so früh wie möglich“, betont Dr. Hellmann. Betroffenen Paaren besprechen am besten mit ihrem Arzt rechtzeitig über Selbsthilfemaßnahmen und Behandlungsmöglichkeiten zur Raucherentwöhnung. Insbesondere für Patienten mit einer chronisch-obstruktiven Bronchitis (COPD) gibt es spezielle Tabakentwöhnungsprogramme.

Aktuelle Studie zur Funktionsfähigkeit von Spermien

Tabakentwöhnprogramm der BdP

Quelle: Lungenärzte-im-netz.de

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