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Plötzlichem Herztod vorbeugen

Der plötzliche Herztod betrifft nur Leistungssportler? Falsch – es sind vor allem ambitionierte Hobby-Sportler, die einen plötzlichen Herztod beim Sport erleiden. Wie Sportler sich schützen.

„Unsere Daten zeigen, dass der plötzliche Herztod beim Sport fast ausschließlich ambitionierte Freizeitsportler betrifft“, berichtet Dr. Philipp Bohm vom Universitären Herzzentrum Zürich. Der Kardiologe betreut das deutsche „Sudden Cardiac Death Register“. In dieser Datenbank wurden im Beobachtungszeitraum von über vier Jahren 265 Fälle von plötzlichem Herzstillstand beim Sport in Deutschland erfasst. „Fast ausschließlich waren Männer betroffen, das Durchschnittsalter lag bei 47 Jahren“, erläutert Dr. Bohm.

Ursachen für plötzlichen Herztod
Doch warum versagte diesen Sportlern das Herz? Bei Sportlern unter 35 Jahren sind Herzmuskelerkrankungen, angeborene Fehlverläufe von Herzkranzarterien sowie Herzmuskelentzündungen die häufigsten Ursachen für den plötzlichen Herztod. Bei Sportlern über 35 Jahren erwies sich die koronare Herzkrankheit als häufigster Auslöser. Besonders gefährdet sind Hobbysportler, wenn sie untrainiert in ein straffes Training einsteigen oder sich nach einem Infekt nicht lange genug auskurieren.

Vorbeugung mit EKG-Screening
Um sich vor einem plötzlichen Herztod beim Sport zu schützen, empfehlen Experten vor Aufnahme der sportlichen Aktivität eine kardiologische Untersuchung. Als positives Beispiel bezieht sich Dr. Bohm auf Daten aus Italien. Diese hätten gezeigt, dass durch die gesetzliche Einführung einer Sporttauglichkeitsuntersuchung für Wettkampfsportler aller Leistungsklassen die jährliche Rate des plötzlichen Herztodes beim Sport deutlich gesenkt werden könne. „Dabei basierte die Sporttauglichkeitsuntersuchung auf einem Gespräch, einer körperlichen Untersuchung sowie der Ableitung eines Ruhe-EKGs“, erläutert Dr. Bohm.

Die Europäische Gesellschaft für Kardiologie empfiehlt bislang für Wettkampfsportler ein Ruhe-EKG als Screening. „Wichtig ist jedoch auch – insbesondere bei Sportlern über 35 Jahren – in regelmäßigen Abständen ein Belastungs-EKG durchzuführen“, betont Dr. Bohm. „Dadurch kann man Hinweise auf eine Minderdurchblutung des Herzmuskels erhalten, etwaige Rhythmusstörungen erkennen und objektiv die körperliche Leistungsfähigkeit des Sportlers beurteilen.“

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie

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Plötzlichem Herztod vorbeugen

Ernährungstrends im Überblick

Um den Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes entgegenzutreten, erobern immer mehr Diät-Trends den deutschen Markt. Doch wie gesund sind sie tatsächlich? Mediziner klären auf.

Low-Carb, Paleo, vegan – oder doch lieber Superfoods? Immer neue Ernährungskonzepte halten Einzug in die heimischen Küchen. An sich eine positive Entwicklung angesichts zunehmender Über- und Fehlernährung und damit zusammenhängenden Gesundheitsleiden in der Bevölkerung. Unklar ist vielen jedoch, worin sich die verschiedenen Diät-Konzepte unterscheiden und wie effektiv sie tatsächlich sind.

Low-Carb ist tendenziell empfehlenswert
Die Low-Carb-Diät zeichnet sich – wie der Name bereits andeutet – durch eine kohlenhydratarme Ernährung aus. Der Ernährungsmediziner Dr. Hans Hauner von der TU München empfiehlt die Ernährungsform: „Eine Senkung des Kohlenhydratanteils auf 30 bis 40 Prozent der Gesamtenergieaufnahme bei gleichzeitiger Erhöhung des Fett-und Proteinverzehrs schneidet in Einzelaspekten besser ab als die klassischen fettarmen, kohlenhydratreichen Ernährungsformen.“ Low Carb sei vor allem für Patienten mit Diabetes Typ 2 empfehlenswert.

Paleo-Diät nur teilweise empfehlenswert
Bei einem metabolischen Syndrom sollte die Kohlenhydratzufuhr nicht übermäßig eingeschränkt werden. Hier eignet sich eventuell eine Paleo-Diät, bei der vor allem Proteine zugeführt werden, aber auf Getreide- und Milchprodukte sowie auf verarbeitete Lebensmittel weitgehend verzichtet wird. Kleinere Studien zeigen tendenziell positive Effekte, wenn auch Hauner das Steinzeit-Konzept nicht völlig überzeugt. Die Paleo-Diät entspricht nicht den Nährstoffempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Vegane Ernährung und Superfoods sind kritisch zu betrachten
Vegane Kost, bei der auf alle tierischen Produkte verzichtet wird, beurteilt der Experte kritisch: „Die Ernährungs-Zusammensetzung ist dabei verhältnismäßig einseitig und erfordert gute Kenntnisse und Disziplin, um den Nährstoffbedarf des Menschen zu sichern.“ Schwierig gestalte sich vor allem die ausreichende Zufuhr an Vitamin B12 und Jod. Noch skeptischer sieht der Ernährungsmediziner die sogenannten Superfoods: „Diesen Produkten wird eine besonders hohe gesundheitsfördernde Wirkung zugesprochen – häufig werden sie jedoch einfach zu höheren Preisen verkauft als vergleichbare herkömmliche Lebensmittel“, erklärt Hauner. Zudem fehlen gute wissenschaftliche Studien zur Wirksamkeit der Produkte.

Die individuellen Diät-Bedürfnisse sollten Patienten stets mit ihrem Arzt abklären. Darüber hinaus betont Dr. Ulrich R. Fölsch von der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin: „Die Ernährungsumstellung ist vor allem bei stark übergewichtigen Menschen nur Teil eines umfassenden Konzepts, das auch einen Bewegungsplan und bei Bedarf psychische Beratung einbezieht.“

Quelle: DGIM

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Kreuzallergie auf Lebensmittel

Kinder mit Allergien haben es doppelt schwer: Häufig leiden sie nicht nur unter Niesanfällen und tränenden Augen, sondern müssen auch auf bestimmte Lebensmittel verzichten. Experten sprechen in diesem Zusammenhang von einer Kreuzallergie.

Wie kommt es, dass der Biss in einen Apfel bei Kindern mit Birkenpollen-Allergie oft die gleichen Symptome auslöst wie ein Waldspaziergang im Frühling? Das passiert, weil die Eiweißstrukturen von Äpfeln und Birkenpollen starke Ähnlichkeiten aufweisen. Deshalb richtet sich das fehlgeleitete Immunsystem nicht nur gegen die allergieauslösenden Pollen, sondern auch gegen bestimmte Lebensmittel. 

Allergische Reaktionen auf Lebensmittel
„Meist zeigen sich bei betroffenen Kindern innerhalb von einer bis fünf Minuten Symptome, nachdem sie mit dem Nahrungsmittel in Kontakt gekommen sind“, berichtet Kinder- und Jugendarzt Prof. Hans-Jürgen Nentwich. Manche der jungen Patienten reagieren mit einem Hautauschlag, andere klagen über ein Kratzen in der Mundhöhle, beginnen zu nießen oder bekommen tränende Augen.

Vorkehrungen und Gegenmaßnahmen
„Bei den ersten Anzeichen sollte ein Kind das Essen ausspucken und evtl. den Mund ausspülen“, empfiehlt Prof. Nentwich. Kommt es zu Atemproblemen, rufen die Eltern so schnell wie möglich einen Notarzt.  „In den meisten Fällen reicht aber die Gabe von Antihistaminika“, erklärt der Experte. Zusätzlich rät er, eine Liste mit allen Lebensmitteln zu führen, auf die das Kind schon einmal reagiert hat. So lassen sich künftige allergische Anfälle verhindern. „Sind die Lebensmittel gekocht, ist eine Kreuzallergie relativ selten“, ergänzt der Kinderarzt.

Häufige Formen der Kreuzallergie
•    Birkenpollen: Äpfel, Aprikosen, Kirschen, Karotten, Sellerie, Mandeln, Haselnüsse
•    Gräserpollen: Tomaten, rohe Kartoffeln und Melone
•    Beifußpollen: Bananen, Karotten, Sellerie, Koriander, Erdnüsse
•    Haustauballergie: Schalentiere, Weichtiere
•    Kuhmilch: Ziegenmilch

Quelle: Kinder- und Jugendärzte im Netz

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Kreuzallergie auf Lebensmittel

Hartnäckige Augenlidentzündung

Eine Lidrandentzündung, unter Medizinern als Blepharitis bekannt, ist unangenehm und lässt sich nur schwer wieder loswerden. Betroffene brauchen Geduld und Sorgfalt. Tipps, was zu tun ist.

Rote und geschwollene Lidränder, ein unablässiges Jucken und gerade nach dem Aufstehen ein „verklebtes“ Gefühl: alles Anzeichen für eine Blepharitis – eine Entzündung der Lidränder. Sie tritt entweder alleine auf oder gemeinsam mit einer Bindehautentzündung als sogenannte Blepharo-Konjunktivitis.

Tägliche Reinigung und Pflege der Lidränder sind das A und O
Häufig ist eine Hauterkrankung wie Neurodermitis oder Rosazea die Quelle der Entzündung. Auch bakterielle Infektionen oder Allergien, zum Beispiel durch Kosmetika oder Medikamente, können die Erkrankung verursachen. Ist die Blepharitis einmal da, ist sie nur mit Mühe wieder loszuwerden: Regelmäßige Reinigung und Pflege der Lidränder sind dann das A und O einer erfolgreichen Behandlung. Dr. Thomas Kaercher vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands gibt folgende Tipps:

  • Ober- und Unterlider täglich mit Reinigungstüchern reinigen, um Verkrustungen zu vermeiden und die Talgdrüsen der Augenlider zu entleeren.
  • Augenlider mit warmen Auflagen wärmen, damit die Talgdrüsen sich leichter entleeren.
  • Kontaktlinsenträger sollten die Tragezeit der Linsen verkürzen. Sinnvoll sind etwa zwei Stunden täglich und ein Tag pro Woche ganz ohne Kontaktlinsen, um die Augenlider zu entlasten. Auf Kosmetika sollte ebenfalls verzichtet werden.
  • In schweren Fällen behandelt der Augenarzt mit entzündungshemmenden Tropfen, Salben und Tabletten. Die Therapie der Blepharitis sollte in jedem Fall stets mit dem Augenarzt abgesprochen sein. Häufig ist zusätzlich eine Behandlung der Augenoberfläche notwendig.

 

Quelle: Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V.

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Bei Diabetes auf Fußpflege achten

Eine Diabetes-Erkrankung ist komplex: Denn die erhöhten Blutzuckerwerte führen bei Betroffenen häufig auch zu einer schlechten Durchblutung und einer geschwächten Immunabwehr. Leidtragende sind nicht selten die Füße.

Diabetiker sind anfälliger für Fußerkrankungen
Problematisch für alle Diabetiker ist: Nicht nur sind sie anfälliger für Infektionen, aufgrund von Nervenschäden sind sie an den Unterschenkeln und Füßen auch weniger sensibel. Erste Anzeichen von Fuß- und Nagelpilz werden daher häufig nicht bemerkt. Doch was scheinbar harmlos anfängt, kann bei an Diabetes mellitus Erkrankten über schwere bakterielle Infektionen schlimmstenfalls zu einer Amputation führen.

Fuß- und Nagelpilz können weitreichende Folgen haben
„Fußpilz heilt nicht von allein, sondern breitet sich immer weiter aus“, warnt Dr. Utta Petzold, Dermatologin bei der Barmer. „Die Haut wird geschädigt und Bakterien können leichter eindringen. Gleiches gilt für den Nagelpilz, der häufig nur als kosmetisches und nicht als ernst zu nehmendes medizinisches Problem wahrgenommen wird. Die Folgen können weitreichend sein: Unbehandelt kann es bis zur völligen Zerstörung des Nagels und zu Entzündungen der Umgebung kommen.“ Diabetiker sollten die Fußpflege daher unbedingt ernst nehmen.

Tipps für die Fußpflege bei Diabetes:

  • Füße täglich inspizieren (am besten mit einem kleinen Handspiegel) und mit max. 35 Grad warmem Wasser bis zu 3 Minuten lang reinigen. Statt Seife lieber rückfettende Waschfluide verwenden, anschließend die Füße auch zwischen den Zehen mit einem weichen Handtuch trockentupfen.
  • Barfußlaufen in öffentlichen Einrichtungen (auch am Strand) vermeiden.
  • Weiche und atmungsaktive Schuhe tragen, um Schweißbildung und Verletzungen zu vermeiden. Schuhe regelmäßig von innen desinfizieren.
  • Nägel nicht mit Scheren oder Clips kürzen, sondern lieber eine Sandblatt- oder Glasfeile nutzen. Gerade feilen, damit die Ecken nicht einwachsen.
  • Bei Auffälligkeiten wie Blasen, Rötungen oder Hornhautschwielen sofort einen Arzt aufsuchen.

 

Quelle: Barmer

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Bei Diabetes auf Fußpflege achten

Bewegungstherapie nach Brustkrebs

Sport hilft Patientinnen mit Brustkrebs auf körperlicher und seelischer Ebene. Das Training erzielt die besten Erfolge, wenn es persönlich auf die Patientin abgestimmt ist.

Nach einer Brustkrebs-Erkrankung leiden viele Frauen unter starken körperlichen und seelischen Erschöpfungszuständen, dem so genannten Fatigue Syndrom. Eine Bewegungstherapie lindert die Symptome und verbessert den Allgemeinzustand. Wie die Patientinnen den optimalen Nutzen aus der Therapie ziehen, erforschte Priv.-Doz Freerk Baumann Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) der Uniklinik Köln. Für den Versuch arbeitete der Sportwissenschaftler mit Prof. Monika Reuss-Borst und der Deutschen Sporthochschule Köln zusammen.

Personalisiertes Training für Frauen mit Brustkrebs
Die Forscher begleiteten knapp 200 Patientinnen durch die ersten zwei Jahre nach ihrer Brustkrebserkrankung. Die erste Teilnehmergruppe durchlief schon während der Reha ein persönlich auf sie abgestimmtes Trainingsprogramm. Nach vier beziehungsweiße acht Monaten kehrten sie zur Reha zurück. Bei der Entlassung erhielten sie einen individuellen Trainingsplan, abgestimmt auf ihre sportlichen Vorlieben und Trainingsmöglichkeiten vor Ort. Die zweite Gruppe absolvierte eine Standard-Reha gemäß aktuell geltender Leitlinien.

Experten fordern Anpassung des Reha-Systems
Bei den insgesamt fünf Befragungen zeigten sich: Studienteilnehmerinnen mit personalisiertem Trainingsprogramm litten seltener unter dem Fatigue Syndrom außerdem kamen sie häufiger auf die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geforderten 150 Minuten moderater Aktivität pro Woche. „Wenn wir optimale und damit nachhaltige Effekte einer Bewegungstherapie erreichen wollen, dann müssen die Angebote personalisiert gestaltet werden“, kommentiert Prof. Monika Reuss-Borst, Koordinatorin der Reha-Zentren Bad Kissingen und Bad Mergentheim. Die Internistin rät dringend zu einer entsprechenden Anpassung des Reha-Systems.

Quelle: Uniklinik Köln

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Bewegungstherapie nach Brustkrebs

Erfolgreich ein- und durchschlafen

Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen gehören zu den hartnäckigsten Volkskrankheiten. Viele greifen als Lösung zu Schlaftabletten – doch Apotheker warnen vor den Gefahren.

Schlaf ist elementar, um Körper und Geist zu regenerieren. Ideal sind dafür 6 bis 8 Stunden – doch viele Menschen kommen nachts einfach nicht zur Ruhe. Das schadet auf Dauer der Gesundheit. „Jede Stunde weniger Schlaf pro Tag kann zu einer Gewichtszunahme, Typ-2-Diabetes-mellitus, erhöhten Cholesterinwerten und Bluthochdruck führen“, warnt Dr. Volker Schmitt, Pressesprecher der Apotheker in Bayern.

Ursachen für Schlafstörung sollten behandelt werden
Die Ursachen für Schlafstörungen sind vielfältig: In Frage kommen zum Beispiel anregende Getränke, herzhaftes Essen und körperliche Anstrengung kurz vor dem Schlafengehen sowie Stress im Alltag oder Nebenwirkungen von Medikamenten. Apotheker raten, diese Ursachen erst zu ergründen, bevor chemische Schlafmittel eingesetzt werden.

„Für uns Apothekerinnen und Apotheker ist es elementarer Bestandteil der pharmazeutischen Beratungstätigkeit, mögliche Auslöser von Schlafstörungen zu hinterfragen“, erklärt Volker Schmidt. „Patienten sollten sich in der Apotheke vor Ort deshalb sowohl zu rezeptfreien als auch zu rezeptpflichtigen Schlafmitteln ausführlich beraten lassen. Denn nur so können wir gezielt Maßnahmen ergreifen und einem möglichen Arzneimittelmissbrauch entgegenwirken.“

Schlafmittel sollten nur vorübergehend eingesetzt werden
Um das Suchtpotential von Schlaftabletten zu beschränken, sollten entsprechende Mittel deshalb nur vorübergehend eingesetzt werden. Auf Dauer erfolgversprechendere Maßnahmen sind eine Umstellung der Ernährung am Abend, ein ruhiges, dunkles und wohltemperiertes Schlafzimmer und ein möglichst stressfreier Alltag.

Quelle: Bayerische Landesapothekerkammer

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Nichts für Kinderohren: Lärm

Knallfrösche, Handys, sprechende Plüschtiere – Kinder lieben lautes Spielzeug. Doch der Lärm schadet ihren empfindlichen Ohren. Wenn es darum geht, frühe Hörschäden zu vermeiden, ist die Hilfe der Eltern gefragt.

Hörschäden betreffen schon Erstklässler
Manche Kinder zeigen schon beim Einschulungstest Hörschäden. Unter Teenagern ist dann jeder Vierte betroffen. Dr. Josef Kahl, Pressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), erklärt warum: „Ohren sind immer auf Empfang, man kann sie nicht wie Augen schließen. Sehr laute Geräusche können die Flimmerhärchen in den Ohren dauerhaft zerstören und zu Schwerhörigkeit führen.“

Nur zugelassenes Spielzeug kaufen
Lärmschutz beginnt beim Spielzeugkauf. Für Kinderohren ist geeignet, was in einem Abstand von 50 Zentimetern maximal 125 Dezibel produziert. Doch längst nicht alle Quietscheenten, Spielzeugpistolen oder Trillerpfeifen erfüllen dieses Kriterium. Viele der beliebten Spielereien sind als Scherzartikel zugelassen und unterliegen deshalb weniger strengen Normen. Im Zweifelsfall entscheiden Eltern per Selbsttest. Alles, was ihnen selbst zu laut erscheint, gehört mit Sicherheit nicht in das Kinderzimmer. Doch auch normgerechte Artikel werden zur Gefahr – und zwar immer dann, wenn die Kleinen sie sich beim Spielen direkt ans Ohr halten.

Leisen Lärm meiden
Besonders bedenklich sind Trillerpfeifen oder Pistolen, da sie kurze, intensive Lärmimpulse abgeben. Aber auch leiser Lärm aus Stereoanlagen, Handys und Fernsehern birgt Gefahren. Er erzeugt Stress und stört Schlaf sowie Konzentration. Im Umgang mit diesen versteckten Lärmquellen helfen klare Regeln. Statt die Kinder an eine Dauerberieselung beim Lernen oder Einschlafen zu gewöhnen, führen verantwortungsvolle Eltern geregelte Sendezeiten ein. Beim Gerätekauf achten sie auf eine Lautstärkenbegrenzung.

Quelle: Kinder- und Jugendärzte im Netz

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Tetris gegen Traumata

So manchem dürften die bunten Bausteine noch aus der Kindheit oder Jugend bekannt sein – doch Tetris eignet sich nicht nur als Zeitvertreib gegen Langeweile: Das Computerspiel könnte in Extremsituationen das Entstehen von Traumata verhindern.

Durch Konzentration auf Spiel wird Trauma schlechter erinnert
Forscher haben in einem Krankenhaus in Oxford getestet, ob visuell-räumliche Computerspiele wie Tetris das Abspeichern potenziell traumatisierender Erlebnisse beeinflussen. Die Studie wurde mit 71 Patienten durchgeführt, die sich nach einem Autounfall in der Notaufnahme befanden. Das Spiel, bei dem Bausteine möglichst passend ineinandergesteckt werden müssen, verlangt dem Spieler ein hohes Maß an Konzentration und räumlicher Orientierung ab. Dadurch sollte es den Unfallfahrern erschwert werden, negative Gedanken und Emotionen – sogenannte Intrusionen – im Gehirn dauerhaft zu verfestigen.

Das Ergebnis: Die Patienten, die in einem Zeitfenster von 6 Stunden nach dem Unfall Tetris spielten, hatten deutlich weniger intrusive Erinnerungen als die Nicht-Spieler. Zudem lösten die Intrusionen weniger Gefühle von Bedrängnis bei ihnen aus. Ergebnisse zur längerfristigen Wirkung stehen jedoch noch aus.

Traumata können posttraumatische Belastungsstörung verursachen
Intrusionen treten häufig nach belastenden Ereignissen wie einem Autounfall auf und zeigen sich in Form von Bildern, Albträumen und „Flashbacks“. Ausgelöst werden sie durch Geräusche, Gerüche oder visuelle Eindrücke, die die Betroffenen an die Unfallsituation erinnern. Da Unfall-Patienten oft Stunden bis zur psychologischen Erstversorgung warten müssen, haben diese Eindrücke ausreichend Zeit, sich im Langzeitgedächtnis festzusetzen. Im Extremfall kommt es später zu einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Eine psychologische Intervention mittels räumlich-visueller Spiele hätte viele Vorteile: so etwa die schnelle Anwendbarkeit, die niedrigen Kosten und die allgemeine Praktikabilität – die Intervention könnte nämlich auch von Nicht-Spezialisten durchgeführt werden.

Quelle: Neurologen und Psychiater im Netz

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Masern & Keuchhusten im Vormarsch

Das Thema Infektionsschutz spaltet die Gesellschaft: Die einen schicken ihre Kinder zum Impfen, die anderen zur Ansteckungsparty. Welche Strategie bewährt sich angesichts steigender Masern- und Keuchhustenraten?

Masern, Keuchhusten, Windpocken – sind die typischen Kinderkrankheiten ein Kunstgriff der Natur, um das Immunsystem zu trainieren? Viele Impfgegner begründen ihre Bedenken mit genau diesem Argument. Statt auf Impfschutz setzen sie auf Abhärtung. Impfbefürworter argumentieren anders. „Der Organismus entwickelt bei durchgemachten Kinderkrankheiten zwar Abwehrkräfte, es werden aber auch vermeidbare Komplikationen oder Spätschäden in Kauf genommen“, betont Prof. Ursel Heudorf, stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamtes Frankfurt am Main. Zur sanften Stärkung des Immunsystem genügen harmlosere Keime und die körpereigene Darmflora.

Wie häufig sind Komplikationen?
Etwa jeder fünfte Masernfall zieht Komplikationen nach sich. Selbst nach 15 Jahren drohen noch tödliche Infektionen des Nervensystems. Dagegen sind schwere Impfnebenwirkungen äußerst selten. Zwischen 1990 und 2005 kamen auf Millionen von Impfungen nur etwa 315 Impfschäden. Nicht mit Nebenwirkungen zu verwechseln sind Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber oder Rötungen an der Einstichstelle. Impfreaktionen dieser Art zeigen lediglich an, dass der Körper auf die Impfung anspricht.

Was hilft der Gemeinschaft?
Je geringer die Impfbeteiligung, desto steiler steigt die Ansteckungsrate. Wer sich dagegen impfen lässt, schützt auch Neugeborene und Immungeschwächte, für die eine Impfung nicht in Frage kommt. Wären beispielsweise 96 Prozent der Bevölkerung gegen Masern geimpft, ließe sich die Krankheit ausrotten.

Apotheke berät zum Thema Impfen
„Wer sich nicht sicher ist, ob und gegen welche Erreger er geimpft ist, kann sich in der Apotheke beraten lassen“, empfiehlt Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Beim Impfpass-Check klärt der Apotheker, welche Auffrischungen oder neuen Schutzimpfungen in Frage kommen.

Quelle: Landesapothekerkammer Hessen

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